Erasmus von Rotterdam


(www.weltchronik.de/bio/cethegus/e/erasmus.html)

- Geboren in Rotterdam, 27. Oktober 1469.
- Sohn eines Priesters mit dem Namen Gerard Gerards
- 1492 erhält er seine Priesterweihe
- Verlässt nach 3 Jahren das Kloster und geht Studieren an die Pariser Universität
- Gerard Gerards Umbenennung in Desiderius Erasmus 1496
- umfangreiche Reisetätigkeit durch Europa
- Stationen finden sich besonders entlang der Rheinlinie, auch England und Italien durch längere Aufenthalte
- war bewusster Kosmopolit, vielseitiger Gelehrter und der bedeutendste außeritalienische Humanist seiner Zeit
- erstrebte die Wiedergeburt der Synthese von klassischer Bildung und Christentum
- sah seine Hauptaufgaben darin, bedeutende christliche Schriftsteller der Spätantike, besonders die Kirchenväter, durch moderne Druckausgaben der gelehrten Welt zugänglich zu machen
- leistete Beitrag zur Aufdeckung der Missstände in der Kirche, hinsichtlich der Enthüllung der Missbräuche der Papstkirche
- Ziel: Erneuerung von Kirche und Gesellschaft durch die Vernunft und ein modernes Christentum
- Satire "Lob der Torheit" (Encmion Morias), eine ironischen Lobrede, entsprang aus der Herausgabe des Evangeliums im griechischen Urtext 1516
- Neues Testament wurde als Ketzerei betrachtet., da Erasmus damit die kirchlich sanktionierte lateinische Vulgata anzweifelte
- später Benutzung durch Luther als Grundlage für die Bibelübersetzung
- Kampf mit Rechlin (1455-1522) und weiteren Humanisten gegen Vernichtung jüdischen Schrifttums
-> langer Streit mit Kölner theologischen Fakultät; wegen Ketzerei
- 1524 Bemühung um Abgrenzung zur Reformation
- Lösung der die bisherige Verbindung von Humanismus und Reformation durch Kontroverse mit Luther (De libero arbitrio Diatribe dt. Vom freien Willen, 1524)
- Gleichzeitig Distanzierung von der symbolischen Interpretation des Abendmahls
- Von revolutionären Bestrebungen hielt er nichts
- vertrat die Auffassung, dass durch Wissen und Bildung eine Gesellschaft verbessert werden könnte
- verstand das Christentum als einfache, aber tätige Nächstenliebe
- Sah Brücke in Einheit von antiker Vernunft und christlicher Moral
- Wollte dadurch seine Epoche aus Unwissenheit, Aberglauben, Dummheit, Hass, Streit und Unduldsamkeit ins "Goldene Zeitalter" hinüberführen
- Gestorben in Basel,12. Juli 1536